Gefährliche Gegenstände an Berliner Bahnhöfen sichergestellt

Gefährliche Gegenstände an Berliner Bahnhöfen sichergestellt. Foto: Paul Zinken/dpa/Symbolbild

Die Bundespolizei hat an mehreren Berliner Bahnhöfen zahlreiche Verstöße gegen das Verbot des Mitführens gefährlicher Gegenstände festgestellt. Bei Kontrollen von Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Samstagmorgen, 2.50 Uhr, wurden 36 Gegenstände sichergestellt, darunter Messer und ein Schlagstock, teilte eine Sprecherin der Bundespolizei mit. Die Beamten notierten zusätzlich acht Verstöße gegen das Waffengesetz und 17 Drogendelikte. Das Verbot gilt vom 22. bis 24. März in den Nächten von Freitag zu Samstag und von Samstag zu Sonntag, jeweils von 18 bis 3 Uhr des Folgetages und endet somit am Sonntagmorgen. Es betrifft die Bahnhöfe Alexanderplatz, Gesundbrunnen und Ostkreuz, jedoch ohne die Bereiche der U-Bahn. Am Ostkreuz seien besonders viele Verstöße notiert worden, hieß es weiter.

Durch einen Zufall nahmen die Beamten einen Mann fest, der wegen Betrugs gesucht wurde. Er sei zunächst wegen verbotenen Rauchens aufgefallen. Das Verbot und die Kontrollen sollen dazu dienen, die hohen Fallzahlen von körperlichen Auseinandersetzungen mit Verletzungen durch Waffen zu senken, erklärte die Polizeisprecherin. «Viele junge Männer sind dabei, manchmal minderjährig.» Die Zahl festgestellter Gewaltdelikte auf Bahnanlagen bewegt sich der Polizei zufolge seit Jahren auf anhaltend hohem Niveau. Zuletzt hatte die Bundespolizeidirektion Berlin im Oktober und November vergangenen Jahres solche Verbote für das Mitführen von gefährlichen Gegenständen im Berliner Bahnverkehr erlassen.