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Neue Heimat für geschmuggelte Schildkröten im Tierpark

Strahlenschildkröten haben im Tierpark Berlin ein neues Zuhause gefunden. Foto: ---/Tierpark Berlin/dpa

Berlin (dpa/bb) - Der Berliner Tierpark nimmt 57 Exemplare zweier vom Aussterben bedrohter Schildkrötenarten auf. Die Tiere seien bereits im September 2019 am Flughafen in Hong Kong im Koffer eines kriminellen Wildtierschmugglers entdeckt und nun - nachdem alle Genehmigungen ausgestellt wurden - in die Hauptstadt überführt worden, teilte der Park am Freitag mit. Es handele sich um 55 junge Madagaskar-Strahlenschildkröten und zwei Madagassische Schnabelbrustschildkröten. Das Alter der Tiere wird auf zwei bis zehn Jahre geschätzt. «Wir hoffen mit der Zucht der uns anvertrauten Tiere einen wichtigen Beitrag für den Erhalt dieser Tierart zu leisten», sagte Tierparkdirektor Andreas Knieriem.

Im madagassischen Auffangzentrum würden derzeit rund 25 000 Schildkröten gepflegt, eine Auswilderung sei wenig erfolgversprechend. Deshalb seien die Tiere im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach Berlin gebracht worden. Im Tierpark sei für die Schildkröten, die bis zu 190 Jahre alt werden können, nun noch bis Ende des Monats Quarantäne angesagt. Anschließend sollen sie am Affenhaus auch für die Besucher des Tierparks zu sehen sein.

Der Schmuggler sei derweil in Hong Kong zu einer Geldstrafe und mehr als zwei Jahren Haft verurteilt worden - nach Angaben des Tierparks eine der härtesten Strafen, die bisher nach dem dortigen Tierschutzgesetz verhängt wurden.

© dpa-infocom, dpa:210514-99-597842/2