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Experte fordert rechtssichere Verträge für Wohnungskäufer

Investitionen in noch nicht fertig gebauten Wohnraum seien risikoreich. Neuer Bundestag soll Rechtssicherheit schnellstmöglich stärken. (Bild: shutterstock)

Stuttgart/Berlin. Bis heute können Käufer von Neubauwohnungen keine rechtssicheren und fairen Verträge mit einem Bauträger abschließen. Bei Insolvenzfall des Bauträgers sind Bauherren ungenügend finanziell abgesichert. Das soll sich ändern, fordert Immobilien- und Vermietungsexperte Matthias Heißner. Wenn Käufer eine Neubauwohnung vom Bauträger erwerben, bezahlen sie oft für Eigentum, das noch nicht existiert und noch fertig gebaut werden muss. Erst mit Fertigstellung bekommen die Käufer ihre Wohneinheit übergeben. Geht der Bauträger während der Bauphase insolvent, droht den Käufern der Verlust ihrer Investition.

Bundesweit geht es dabei um viel Geld. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2020 knapp 70.000 Eigentumswohnungen fertiggestellt. Das entspricht 25 Prozent aller fertiggestellten Wohnungen. Bauherren und Käufer investierten vergangenes Jahr etwa 20 Milliarden Euro in neu errichtete Wohnungen. Aus Sicht der Verbände wird das Bauträgergeschäft weiterhin eine entscheidende Rolle spielen, um der Wohnungsknappheit in städtischen Ballungsgebieten entgegenzuwirken.

Aus Sicht der Verbraucherschutzverbände muss das Bauträgervertragsrecht in dieser Legislaturperiode endlich entsprechend umgesetzt werden. Probleme treten besonders im Insolvenzfall auf. Matthias Heißner, Mitbegründer und Geschäftsführer des Bonitätsprüfers Mietercheck.de und selbst Immobilieneigentümer: „Das kann zu existenzbedrohenden Situationen bei den Käufern führen.“ Das sei angesichts der geplanten Wohnungsbauoffensive nicht hinnehmbar. „Diese Unsicherheit verzögert Investitionen in neue Wohnungen, weil Käufer um ihr investiertes Geld fürchten“, so Heißner. „Das sorgt dafür, dass die Wohnungsknappheit in Deutschland auf lange Sicht bestehen bleibt.“

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