Das Karo: Hut ab vor diesem Live-Moment!
Im Das Karo steht Markus Paulick auf der Bühne, um als Kaetsch seine eigenen Songs zu spielen. Punkt. Nur hatte das Publikum andere Pläne. Ein Blick in den Saal reichte, um eins und eins zusammenzuzählen: Wer da ohne Hut am Mikrofon steht, ist derselbe Kopf, der sonst als Ossternhagen die Westernhagen-Hymnen feiert. Auch das Programm wurde kurze Zeit über den Haufen geworfen und nach Westernhagen gerufen. Das gibt es nicht alle Tage. So eine Konstellation erlebt man extrem selten – auch wenn es derselbe Mensch ist, stehen hier zwei völlig unterschiedliche musikalische Gesichter auf der Bühne. Ein echtes Fundstück für die Musikszene.
Und weil das Karo eben dieser intime, nahbare Ort ist, hat Paulick genau für dieses Publikum den Schalter umgelegt.
Die Frage ist doch: Klingt Kaetsch genauso wie Ossternhagen? Mitnichten. Ohne den gewohnten Hut klingt das Ganze eine Spur ruhiger, geerdeter, intimer – handgemachter Live-Stoff mit tiefem Charakter. Ein herrlich schräges Verwirrspiel zwischen dem feinsinnigen Songwriter und dem Kult-Interpreten, das den Laden komplett auf links gedreht hat.
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