Der Bildungsmonitor zeigt, dass das Bildungsniveau in allen Bundesländern gesunken ist und der Bildungserfolg stark von der sozialen Herkunft abhängt. Trotz einer Zunahme der Bildungsmobilität bleibt diese schwach ausgeprägt. Studienleiter und Bildungsökonom Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft erklärte, dass Bildung in Deutschland weiterhin Aufstieg ermögliche, jedoch auch die Bildungsarmut gestiegen sei. Der Bildungserfolg entscheide zunehmend darüber, ob Menschen dauerhaft am Arbeitsmarkt und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Ein weiteres Problem ist der hohe Anteil an jungen Erwachsenen ohne formalen Berufsabschluss, der den Fachkräftemangel verschärft und die wirtschaftliche Entwicklung belastet. INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben bezeichnete den Bildungsmonitor als "Armutszeugnis" für den Bildungsstandort Deutschland und forderte gezielte Reformen von der frühkindlichen Bildung bis zur beruflichen Nachqualifizierung.