Zahl der Bezieher von Hilfe zur Pflege in NRW steigt drittes Jahr in Folge

Zahl der Bezieher von Hilfe zur Pflege in NRW steigt drittes Jahr in Folge - (Foto: Seniorin mit Helferin (Archiv))
Düsseldorf - Im Jahr 2025 erhielten 109.325 Menschen in Nordrhein-Westfalen Hilfe zur Pflege nach dem 7. Kapitel des Zwölften Sozialgesetzbuches (SGB XII). Wie das Statistische Landesamt mitteilte, waren das 5 % mehr als im Vorjahr. Damit ist die Zahl der Pflegebedürftigen mit Bezug von Sozialhilfe in Form von Hilfe zur Pflege das dritte Jahr in Folge gestiegen.

Anspruch auf diese Leistung besteht, wenn die Kosten der notwendigen Pflege, die nicht durch Leistungen der Pflegeversicherung gedeckt sind, von der pflegebedürftigen Person und deren unterhaltspflichtigen Angehörigen nicht aus eigenen Mitteln getragen werden können. Mit 83 % der Personen, die Hilfe zur Pflege bezogen, erhielt die Mehrheit diese Leistungen in Einrichtungen, z. B. einem Pflegeheim. Im Jahr 2025 waren das 91.125 Menschen und damit 5 % mehr als ein Jahr zuvor.

Damit ist die Zahl der Pflegebedürftigen in Einrichtungen mit Bezug von Hilfe zur Pflege das dritte Jahr in Folge gestiegen. Im Jahr 2022 sank die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Hilfe zur Pflege in Einrichtungen nach der Einführung des Leistungszuschlags der Pflegekassen für Pflegebedürftige in vollstationärer Pflege.

Seit dem Jahr 2023 stieg sie jedoch von Jahr zu Jahr wieder an und lag 2025 um 2 % höher als 2021. Im Jahr 2025 haben 18.300 Personen Hilfe zur Pflege außerhalb von Einrichtungen bezogen, das waren 4 % mehr als im Vorjahr. Die am häufigsten gewährte Hilfeart außerhalb von Einrichtungen war das Pflegegeld für die häusliche Betreuung und Pflege etwa durch Angehörige, das insgesamt 10.305 Personen erhielten.

An zweiter Stelle folgte die häusliche Pflegehilfe als Pflegesachleistung z. B. durch einen ambulanten Pflegedienst, die 2025 für 9.610 Personen gewährt wurde. Beide Leistungsarten können auch kombiniert werden. 67 % der Menschen mit Bezug von Hilfe zur Pflege im Jahr 2025 waren weiblich.

Bei der Hilfe zur Pflege in Einrichtungen lag der Anteil der Empfängerinnen mit 67 % höher als bei der Hilfe zur Pflege außerhalb von Einrichtungen mit 65 %. Empfängerinnen waren mit einem Alter von 83 Jahren durchschnittlich rund 9 Jahre älter als die Empfänger mit 74 Jahren. Insgesamt lag das Durchschnittsalter der Menschen mit Bezug von Hilfe zur Pflege bei 80 Jahren.

Menschen mit Bezug von Hilfe zur Pflege in Einrichtungen waren 2024 mit 81 Jahren durchschnittlich älter als Menschen mit Bezug von Hilfe zur Pflege außerhalb von Einrichtungen, deren Durchschnittsalter betrug 73 Jahren.


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