Zwei Jahre nach dem Terroranschlag von Solingen hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) den Angehörigen und Opfern erneut sein Beileid ausgesprochen. Der Staat müsse alles dafür tun, die Menschen bestmöglich zu schützen, sagte Wüst der "Rheinischen Post".
"Zwei Jahre nach dem schrecklichen Terroranschlag von Solingen sind die Erinnerungen an diesen Abend noch immer schmerzhaft und gegenwärtig", sagte der Ministerpräsident. Man denke an die Menschen, die ihr Leben verloren haben, an die Verletzten und an all jene, deren Leben sich seit diesem Tag für immer verändert habe.
"Unsere Gedanken sind besonders bei den Familien und Freunden der Opfer. Ihnen gilt unser tiefes Mitgefühl." Der Anschlag habe nicht nur Solingen, sondern das ganze Land erschüttert. Er habe zugleich vor Augen geführt, wie wichtig es sei, die "freie und offene Gesellschaft entschlossen gegen Terrorismus und Extremismus zu verteidigen".
Wüst verwies auf das Maßnahmenpaket, das das Land unmittelbar nach der Tat auf den Weg gebracht hatte. "Es ging und geht darum, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Sehr viele der unmittelbar auf den Weg gebrachten Maßnahmen sind inzwischen erfolgreich umgesetzt, weitere werden konsequent vorangetrieben." Dabei ruhe man sich nicht auf dem Erreichten aus, versprach der Regierungschef. Es bleibe die dauerhafte Verantwortung, Gefahren früh zu erkennen, Menschen bestmöglich zu schützen und immer wieder zu prüfen, wo man noch besser werden könne. "Absolute Sicherheit kann niemand versprechen - aber die Menschen können zu Recht erwarten, dass der Staat alles dafür tut, sie bestmöglich zu schützen. Terror und Hass dürfen niemals darüber bestimmen, wie wir in unserem Land miteinander leben."
Die Menschen in Solingen hätten in den vergangenen zwei Jahren gezeigt, dass Zusammenhalt stärker sei als der Hass derer, die spalten wollten, sagte Wüst.
Wüst: Staat muss alles für Schutz der Menschen tun
über dts Nachrichtenagentur
22. August 2026 - 08:32 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland