Wiesn-Wache sorgt auf dem Münchner Oktoberfest für Sicherheit

Wiesn-Wache sorgt auf dem Münchner Oktoberfest für Sicherheit - (Foto: Oktoberfest (Archiv))
München - Das 191. Münchner Oktoberfest hat begonnen. Das Bayerische Staatsministerium des Innern teilte mit, dass rund 600 Polizisten der Wiesn-Wache dafür sorgen, dass mehrere Millionen Menschen auf der Theresienwiese sicher und friedlich feiern können. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat sich am Samstag vor Ort über die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen informiert.

Nach Angaben des Ministeriums wurde das Sicherheitskonzept der Landeshauptstadt München nach der vorübergehenden Schließung des Festgeländes im vergangenen Jahr wegen Überfüllung gemeinsam mit der Bayerischen Polizei und weiteren beteiligten Stellen überarbeitet. Herrmann sagte, man habe aus den Ereignissen des vergangenen Jahres die notwendigen Schlüsse gezogen.

So hat die Stadt München inzwischen 35 Kamerastandorte mit über 50 Kameras auf der Wiesn eingerichtet. Zudem wird ab diesem Jahr die aktuelle Personendichte auf dem Festgelände mithilfe einer sogenannten "Heatmap" und Künstlicher Intelligenz dargestellt, um den Personenverkehr und die Verweildauer besser beobachten zu können.

Ein professioneller "Crowdspotter" soll Gefahren und Gedränge schneller erkennen. Auch ein mehrsprachiger Moderator für Lautsprecherdurchsagen ist vor Ort.

Im Servicezentrum auf der Theresienwiese wurde zudem ein modern ausgestatteter Raum für den Koordinierungskreis eingerichtet. Ihm gehören unter anderem Vertreter der Veranstaltungsleitung, des Sanitäts- und Ordnungsdienstes, der Münchner Polizei sowie der Münchner Verkehrsgesellschaft an. Herrmann betonte, es lägen derzeit keine konkreten Erkenntnisse über Gefährdungen oder Störungen vor.

Auf dem Wiesn-Gelände befinden sich insgesamt 56 Kameras der Münchner Polizei. Während der Öffnungszeiten werden die Aufnahmen kontinuierlich von den Beamten der Wiesn-Wache überprüft.

"Dank der hochauflösenden Bildqualität können Straftäter auch bei Dunkelheit besser erkannt und identifiziert werden", sagte Herrmann. Erstmals unterstützt wird die Münchner Polizei vom Drohnenkompetenz- und Abwehrzentrum (DKAZ) der Bayerischen Polizei.

"Unsere Drohnenexperten sind mit technischem Spezialgerät und gebündeltem Know-how vor Ort. So können unsere Einsatzkräfte schnellstmöglich auf potenzielle Gefahren durch Drohnen reagieren", betonte Herrmann. Im Polizeipräsidium in der Innenstadt ist außerdem ein Bereitschaftsdienst der Staatsanwaltschaft untergebracht, der auch für die Wiesn zuständig ist.

Auch in diesem Jahr sind Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Einsatz. Zudem unterstützen uniformierte Polizeibeamte aus Italien sowie Taschendiebfahnder aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland.

Herrmann bedankte sich bei allen, die während der Wiesn für Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Justiz rund um die Uhr im Einsatz sind. Die Sicherheit der Besucher verdanke man dem unermüdlichen Engagement der Einsatzkräfte; ihnen allen gelte ein herzliches "Vergelt´s Gott".


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