Gegenüber 2024 mit 987 Flügen bedeutet das einen Rückgang um 23 Prozent. Direkte Gespräche und das Einwirken auf die Fluggesellschaften führten zu diesem Rückgang, der sich bislang auch in diesem Jahr fortsetzt: Bis heute gab es 569 Verspätungen, 2025 waren bis zu diesem Zeitpunkt 601 verspätete Flüge. Der Rückgang der Verspätungen hängt zu großen Teilen mit verbesserten Flugplanungen der Fluggesellschaften zusammen.
Regelmäßige direkte Ansprachen der FLSB und der Behördenleitung der BUKEA stärkten das Bewusstsein für Pünktlichkeit und rückten diese stärker in den Fokus der Planungen. Zu Verspätungen führten großräumige Schlechtwetterlagen mit teils massiven Regenfällen und Gewittern in Deutschland und Europa sowie umfangreiche Waldbrände in Spanien und Frankreich. Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) erklärte: "Mit großem Einsatz und intensivem Austausch mit den Fluggesellschaften ist es uns gelungen, die Flugpläne und deren Abwicklung zu verbessern und damit die nächtliche Belastung durch Fluglärm in unserer Stadt nachhaltig zu senken. Seit vergangenem Jahr gibt es zudem eine neue Entgeltordnung, die ab 22:00 Uhr schrittweise die Nachtzuschläge für Starts und Landungen erhöht. Besonders freut mich, dass sich die positive Entwicklung auch bei den Nachtflügen in diesem Jahr fortsetzt. Der Hamburg Airport ist wichtig für unsere Stadt und gleichzeitig haben wir wegen der innenstadtnahen Lage des Flughafens ganz besonders die Akzeptanz der Anwohner im Blick." Im Jahr 2025 haben sich 967 Bürger bei der Fluglärmschutzbeauftragten über Fluglärm beschwert.
Im Jahr 2024 waren es knapp 1.300. Trotz des Rückgangs der Beschwerdeführer stieg die Gesamtzahl der Fluglärmbeschwerden auf nunmehr etwa 27.000; 2024 waren es noch etwa 24.500. Für das laufende Jahr lässt sich feststellen, dass sich der Trend zu weniger Flugverspätungen fortsetzt, obwohl langanhaltende winterliche Bedingungen im Januar und Februar zunächst zu einer Zunahme der Verspätungen führten und auch der August witterungsbedingt nicht so gut ausfiel.
Von März bis Juli ergaben sich deutlich weniger Verspätungen als im Vorsommer, und auch der September wird das Vorjahresergebnis voraussichtlich deutlich unterbieten. Am Hamburger Flughafen darf von 6:00 Uhr bis 23:00 Uhr regulär gestartet oder gelandet werden. Erst zwischen 23:00 und 0:00 Uhr gilt die sogenannte Verspätungsregelung.
Danach dürfen nachweisbar unvermeidbar verspätete Passagierflüge noch ohne vorherige behördliche Erlaubnis bis Mitternacht starten und landen. Die Unvermeidbarkeit wird von der BUKEA nachträglich geprüft.
Die FLSB nimmt zudem Beschwerden über Fluglärm entgegen, prüft diese und wertet sie aus. Flugzeuge der neuesten Generation, etwa der Airbus A320 Neo oder Boeing 737 Max, verfügen über moderne Mantelstromtriebwerke, die deutlich weniger Geräusche verursachen.
In Hamburg lag der Anteil dieser Flugzeuge am Flugverkehr 2025 bei etwa 23 Prozent, die Tendenz ist steigend.