Angesichts gestiegener Mieten hat die Union die SPD dazu aufgerufen, das Gesetz zum Gebäudetyp E schnell auf den Weg zu bringen. Das berichtet die "Rheinische Post".
Der Sprecher der Unionsfraktion für Bauen und Wohnen, Jan-Marco Luczak (CDU), sagte der Zeitung: "Statt teurem Goldstandard müssen wir einfaches und kostengünstiges Bauen zum neuen `Normal` machen." Hier müssten die zuständigen SPD-geführten Justiz- und Bauministerien endlich einen Gesetzentwurf vorlegen.
Mit dem vereinfachten Bauen lasse sich "die Spirale aus immer strengeren und kostentreibenden Standards" durchbrechen, so Luczak. Der Gebäudetyp E steht für unbürokratische Bauprojekte, die auf besonders kleinteilige Vorgaben verzichten und dadurch kostengünstiger werden.
Weiter sagte der CDU-Politiker, die gebetsmühlenartige Forderung nach einem bundesweiten Mietenstopp sei ignorant und verantwortungslos. Das wäre der Todesstoß für den Wohnungsbau. Leidtragende wären die vielen Hunderttausenden Menschen, die auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung sind. Das schade am Ende den Mietern. Zugleich fügte Luczak hinzu: "Nachhaltig kriegen wir steigenden Mieten nur in den Griff, wenn wir beim Bau von bezahlbaren Wohnungen vorankommen."
In einer Umfrage des Deutschen Mieterbunds (DMB) sagten 58 Prozent der Befragten, ihre Wohnkosten seien allein in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen. Jeder zweite befürchtet, im Bedarfsfall keine bezahlbare Ersatzwohnung zu finden.
Union fordert schnelles Gesetz zum Gebäudetyp E
über dts Nachrichtenagentur
01. September 2026 - 13:20 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland