Die Getreideernte in Nordrhein-Westfalen ist trotz extremer Wetterbedingungen solide ausgefallen. Das teilte das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz am Montag in Düsseldorf mit.
Nach den vorläufigen Ergebnissen lag der Durchschnittsertrag bei Winterweizen, der wichtigsten Getreideart im Land, bei rund 8,3 Tonnen je Hektar. Das sind etwa sieben Prozent weniger als im Vorjahr, aber nahezu das langjährige Mittel.
Beim Roggen wurden 6,8 Tonnen je Hektar geerntet, bei der Wintergerste etwa acht Tonnen je Hektar; beide Werte bleiben unter dem Vorjahresniveau, aber über dem langjährigen Durchschnitt. Schwach fiel den Angaben zufolge der Hafer aus, während die Sommergerste nur leicht unter dem Vorjahr lag. Der Krankheitsdruck sei witterungsbedingt gering gewesen, hieß es.
Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) sagte, der Klimawandel sei längst auf den Feldern angekommen. Das Land unterstütze die Betriebe mit Förderung, Beratung und Forschung, um sie widerstandsfähiger gegen Dürren, Starkregen und weitere Extremwetterereignisse zu machen. Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, sagte, die Getreideversorgung sei gesichert. Zugleich blickten die Betriebe mit Sorge auf die angespannte Marktlage, die gestiegenen Produktionskosten und die noch nicht eingebrachten Kulturen.
Für die später zu erntenden Kulturen zeichnen sich größere Schäden ab. Besonders im Münsterland und am Niederrhein sind beim Mais deutliche Ertragseinbußen möglich, auf leichten Böden reichen die Schäden teils bis zum Totalausfall. Bei Zuckerrüben werden im Rheinland auf flachgründigen Standorten sehr schlechte Erträge erwartet. Die Obsternte fällt dagegen überwiegend gut aus; bei Äpfeln und Zwetschgen wird eine gute Ernte erwartet.
Trotz Wetterextremen bleibt Getreideernte in NRW solide
über dts Nachrichtenagentur
31. August 2026 - 11:00 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland