Trockenheit wird zur Daueraufgabe – Bayern forscht an Lösungen

Trockenheit wird zur Daueraufgabe – Bayern forscht an Lösungen - (Foto: Archivbild von dts)

Trockenheit wird in Bayern zur Daueraufgabe. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus teilt mit, der Freistaat arbeitet an Lösungen, um Land- und Forstwirtschaft an die zunehmenden Wetterextreme anzupassen. Ministerin Michaela Kaniber erklärte, man könne es nicht regnen lassen, aber dafür sorgen, dass Pflanzen, Böden und Wälder besser mit Trockenheit zurechtkommen. Die Forschung wird vom Versuchsfeld direkt auf die Höfe, in die Weinberge und in die Wälder gebracht. Ein zentrales Beispiel ist das Forschungszentrum für Landwirtschaft in Trockenlagen in Schwarzenau im Landkreis Kitzingen. Dort erprobt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft neue Kulturen wie Erdnuss, Augenbohne, Kichererbse und Schwarzkümmel sowie wassersparende Anbauverfahren und Agroforstsysteme.

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau testet im fränkischen Weinbau unter anderem neue Silvanerklone mit hoher Wassernutzungseffizienz, moderne Bewässerungssysteme und Agri-Photovoltaik zur Beschattung hitzeexponierter Kulturpflanzen. Für den Wald untersuchen die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und das Amt für Waldgenetik Baumarten wie Baumhasel und Atlaszeder. Waldbesitzer können neue Baumarten in Praxisanbauversuchen testen und erhalten dafür neun Euro pro Pflanze. Digitale Werkzeuge wie der WaldDürreMonitor sollen helfen, die Wasserversorgung der Wälder besser einzuschätzen. Der Freistaat richtet seine Ressortforschung nach eigenen Angaben konsequent auf Klimaanpassung, Ressourceneffizienz, Biodiversität und Wettbewerbsfähigkeit aus.


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