Maier bringt die Russland-Pläne zugleich mit den jüngsten Wahlerfolgen der AfD in Verbindung. "Die AfD scheint im Machtrausch der gewonnenen Landtagswahlen endgültig alle Hüllen fallen zu lassen", sagte der SPD-Politiker. Er warf der Partei vor, die liberale Demokratie zu verachten und "auf illegalem Weg mit dem Diktator im Kreml zu paktieren".
AfD-Chefin Alice Weidel hatte am Montag in der Bundespressekonferenz angekündigt, gemeinsam mit den USA einen Gesprächskanal zur russischen Seite öffnen zu wollen. Medienberichten zufolge bereiten die AfD-Spitze und Kirill Dmitrijew, ein enger Wirtschaftsberater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, für Frühjahr 2027 ein Treffen vor. Dabei soll es auch um eine mögliche Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen nach Deutschland gehen.
Maier bekräftigt angesichts der möglichen Gespräche seine Forderung nach einem AfD-Verbotsverfahren. Die AfD agiere "immer offensichtlicher als willfähriger Handlanger Putins, um Deutschland und Europa zu destabilisieren". Es sei "höchste Zeit, das Verbotsverfahren gegen die AfD anzustrengen".