Die SPD müsse "insgesamt umsteuern", sagte Töns, auch wenn er kein Freund von Personaldebatten sei und auch einen unmittelbaren Parteitag oder Konvent für überflüssig halte. "Aber es ist an der Zeit, dass wir echte Konsequenzen aus den Wahlergebnissen ziehen und nicht nur überrascht tun. Wir sprechen die Wählenden und vor allem die Arbeitnehmenden nicht mehr an", sagte Töns weiter. "Die lang beschworenen roten Linien sind überfällig. Deshalb sehe ich auch einen Korrekturbedarf bei den Reformbestrebungen."
Der SPD-Politiker gehört der einflussreichen Ruhr-SPD an, die vor drei Wochen in einem Positionspapier den Reformkurs der Bundesregierung scharf kritisiert hatte.