Einen Tag zuvor seien die Spritpreise um bis zu 30 Cent erhöht worden, ab Inkrafttreten der Steuersenkung um Mitternacht seien sie dann wieder gesunken - nur eben nicht ansatzweise in gleicher Höhe. Die Untersuchungen der vergangenen Tankrabatt-Periode unterstrichen, was sich auch jetzt schon wieder andeute: Ein erheblicher Teil lande auf den Konten der Öl-Konzerne.
Reichinnek fügte hinzu: "Statt dem Raub an der Tankstelle endlich ein Ende zu setzen, wirft die Merz-Regierung den Öl-Multis das Geld noch hinterher." Dabei lägen wirksame Instrumente längst auf dem Tisch: Man müsse die Gewinnmargen entlang der gesamten Lieferkette deckeln und mit einer Übergewinnsteuer die Krisengewinne der Unternehmen abschöpfen. Damit ließe sich ein sozial gerechtes Energiekrisengeld auszahlen und endlich das 9-Euro-Ticket wieder einführen. Mit der Erhöhung des Deutschlandticket-Preises auf 66,80 Euro mache die Regierung Mobilität stattdessen "mehr und mehr zum Luxusgut".