"Der Besuch von Remmo ist das eine, der wurde bei der Wahlparty ja rausgeworfen. Aber wenn da ein israelfeindlicher Aktivist wie Ibrahim Ibrahim rumläuft und Fotos macht, stört mich das mehr", so der Bundestagsvizepräsident weiter. Hier müsse "Klarheit hergestellt werden."
Ramelow kritisierte auch den Umgang mit ihm selbst: "Ich werde in meiner Partei als Zionist beschimpft, und meine Partei schweigt dazu", sagte er. "Als wäre Zionist ein Schimpfwort", so der Linken-Politiker. Da würde er sich mehr Solidarität wünschen.
Gleichzeitig kritisierte der Bundestagsvizepräsident eine "Kampagne" gegen die Linke nach dem Wahlsieg in Berlin. "Mir ist das auch passiert, als ich Ministerpräsident wurde. Die letzte Großdemonstration gegen die Linke war am Abend vor meiner Vereidigung", sagte Ramelow und stellte sich hinter die Spitzenkandidatin Elif Eralp. Die Linke habe in Berlin eine Chance wie niemals zuvor. "Das wird ein langer, schwieriger Prozess. Das geht nur mit viel Kommunikation, und das kann Elif Eralp", so der Bundestagsvizepräsident.