Auf dem Festgelände und in Festzelten kam es zu Körperverletzungen, sexueller Belästigung, Drogendelikten, Diebstählen und staatsschutzrelevanten Vorfällen. Am Samstag, 3. Oktober, soll eine 22-Jährige Schweizerin gegen 15:00 Uhr einen 60-jährigen Rettungssanitäter körperlich angegriffen und mit beiden Mittelfingern beleidigt haben, nachdem sie den Behandlungsbereich eines Rettungsdienstzelts nicht betreten durfte. Sie wurde vorläufig festgenommen und nach Zahlung einer Sicherheitsleistung im mittleren vierstelligen Bereich entlassen.
Gegen 17:45 Uhr soll ein 58-jähriger Serbe seinen Unterkörper an eine 33-jährige Kroatin gedrückt haben; Taschendiebfahnder beobachteten dies und nahmen ihn fest. Gegen 22:30 Uhr soll ein 33-jähriger Äthiopier einem 29-jährigen Äthiopier eine Weinflasche auf den Kopf geschlagen haben, der dadurch eine stark blutende Kopfplatzwunde erlitt.
Kurz vor 23:00 Uhr soll ein bislang unbekannter Mann beim Verlassen eines Festzelts einen pistolenähnlichen Gegenstand gezogen und in Richtung eines 38-jährigen Deutschen gezielt haben; austretendes Gas verletzte den 38-Jährigen sowie zwei Sicherheitsdienstmitarbeiter leicht. Die Fahndung nach dem etwa 25 Jahre alten, 165 bis 170 Zentimeter großen und schlanken Mann mit südasiatischem Erscheinungsbild verlief bislang ohne Erfolg. Am Samstagabend sollen zudem zwei Italiener im Alter von 30 und 23 Jahren gegen 18:45 Uhr auf dem Festgelände Betäubungsmittel konsumiert haben; bei der Durchsuchung wurden weitere Betäubungsmittel gefunden.
Bereits am Freitag, 2. Oktober, nahmen Taschendiebfahnder aus Belgien und Budapest zwei Männer im Alter von 22 und 34 Jahren fest, die in Festzelten eine Handtasche beziehungsweise mehrere Jacken entwendet haben sollen. In zwei Fällen ermittelt die Polizei wegen staatsschutzfeindlicher Delikte: Ein 44-jähriger Deutscher aus dem Oberallgäu soll gegen 22:25 Uhr in einem Festzelt nationalsozialistische Ausrufe getätigt und eine entsprechende Grußgeste gezeigt haben; gegen 22:50 Uhr soll ein 28-jähriger Deutscher aus Niedersachsen auf dem Festgelände ebenfalls entsprechende Ausrufe getätigt haben.
Am Sonntag, 4. Oktober, wurde ein 47-jähriger rumänischer Mitarbeiter eines Schaustellerbetriebs auf der Oiden Wiesn bei einem Betriebsunfall schwerst verletzt; er wurde noch am Unfallort reanimiert und in eine Münchner Klinik gebracht. Für Fahrgäste des Fahrgeschäfts bestand nach Angaben der Polizei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Im Münchner Stadtgebiet meldet die Polizei unter anderem zwei Raubdelikte.
Am Donnerstag, 1. Oktober, soll ein 41-jähriger Bulgare in der Arnulfstraße von einem flüchtig bekannten Mann zu Boden geschlagen und beraubt worden sein. In Berg am Laim soll ein bislang unbekannter Täter einem 94-jährigen Deutschen an der Bushaltestelle Rofanstraße angeboten haben, ihn nach Hause zu fahren, und ihm anschließend in der St.-Augustinus-Straße die Armbanduhr vom Handgelenk gerissen haben; eine Zeugin verständigte die Polizei, der 94-Jährige erhielt seine Uhr zurück.
Zwischen Freitag, 25. September, und Montag, 28. September kam es in Neuhausen zu drei versuchten Einbrüchen in ein Krankenhaus; am 28. September wurde ein 51-jähriger Deutscher ohne festen Wohnsitz festgenommen, gegen den Haftbefehl erging. Am Freitag, 2. Oktober, fiel ein 47-jähriger Münchner an der Straßenbahnhaltestelle Südtiroler Straße auf die Gleise und wurde von einer einfahrenden Straßenbahn schwer verletzt.
In der Nacht auf Samstag, 3. Oktober, flüchtete ein 21-jähriger Motorradfahrer vor einer Kontrolle von Nymphenburg bis Unterföhring und wurde bei einem Stopp leicht verletzt; er wurde festgenommen, sein Führerschein und das Kraftrad wurden beschlagnahmt. Am Samstagabend verlor ein 29-jähriger Iraker in Schwabing die Kontrolle über seinen BMW und kollidierte mit zwei geparkten Autos; er wurde leicht verletzt.
Am Freitag, 2. Oktober, mussten nach einer Auseinandersetzung unter Jugendlichen in Moosach über 30 Personen wegen Reizstoff versorgt werden, vier von ihnen wurden ambulant in Krankenhäuser gebracht.