Bei der Überprüfung der Lenk- und Ruhezeiten gab der Fahrer zunächst an, das Fahrzeug besitze keinen Fahrtenschreiber, und sein Chef habe ihn angewiesen, die Zeiten handschriftlich zu notieren. Tatsächlich war jedoch ein Kontrollgerät verbaut, das mit Klebeband abgeklebt und versteckt worden war.
Ein Abgleich der handschriftlichen Notizen mit den echten Daten des Fahrtenschreibers deckte massive Abweichungen auf: Auf der Strecke von Portugal bis nach Bremen saß der Mann in gut 48 Stunden mehr als 31 Stunden am Steuer, oft mehrere Stunden ohne Pause. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt, ordnete eine 45-stündige Zwangspause an und behielt eine Sicherheitsleistung von 1.000 Euro ein. Die Sozialvorschriften dienen unter anderem der Verkehrssicherheit und dem Schutz der Fahrer vor Ausbeutung.
Das weitere Verfahren wurde an das zuständige Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) übergeben. Dem Unternehmer drohen nun weitere Bußgelder in vierstelliger Höhe.