Das waren 7,6 Prozent der Bevölkerung und 16,4 Prozent mehr als 2021. Den höchsten Anteil hatte der Kreis Heinsberg mit 10,7 Prozent, den niedrigsten Wert wies Münster mit 4,2 Prozent auf. Im Jahr 2023 wurden 87,8 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt, das waren 1,22 Millionen Menschen. 2021 hatte ihr Anteil 86,0 Prozent betragen.
Pflegegeld war mit 59 Prozent die am häufigsten beanspruchte Leistung. 17,3 Prozent nahmen ambulante Pflegedienste in Anspruch, 12,2 Prozent waren in vollstationärer Pflege.
Im Jahr 2023 entfielen 12,0 Prozent der Gesundheitsausgaben in Nordrhein-Westfalen auf Leistungen der Sozialen Pflegeversicherung. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil bei 7,5 Prozent gelegen. Im Jahr 2025 erhielten 109.325 Menschen in Nordrhein-Westfalen Hilfe zur Pflege nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch, 5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Damit stieg die Zahl das dritte Jahr in Folge. 83 Prozent der Empfänger erhielten diese Leistung in Einrichtungen wie Pflegeheimen.
Ende 2023 war mehr als jede dritte pflegebedürftige Person in stationärer Dauerpflege auf Hilfe zur Pflege angewiesen. In Duisburg traf das auf mehr als jede zweite zu, in Leverkusen auf jede vierte. Ende 2023 waren 281.239 Personen in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen beschäftigt.
Das waren 1.583 Personen und 0,6 Prozent weniger als bei der Vorerhebung zwei Jahre zuvor. Damit verzeichnete die Pflegestatistik den ersten Rückgang der Beschäftigtenzahl seit ihrer Einführung 1999. Bei den 3.205 ambulanten Pflegediensten sank die Beschäftigtenzahl um 1,2 Prozent, in den 3.252 Pflegeheimen um 0,2 Prozent.
Rund die Hälfte des Personals war in Teilzeit tätig. Zugleich betreuten ambulante Pflegedienste 2,1 Prozent mehr Pflegebedürftige als 2021, Pflegeheime 1,3 Prozent mehr. Laut Pflegemodellrechnung werden bis 2050 in Nordrhein-Westfalen knapp 1,7 Millionen Menschen pflegebedürftig sein, etwa jede zehnte Person.
Die größten Zuwächse werden bei stationärer Pflege und ambulanten Pflegediensten erwartet. In den Kreisen Coesfeld und Borken werden Zuwächse von 46 Prozent und 45 Prozent berechnet, in Hagen, Gelsenkirchen und Herne von jeweils etwa 7 Prozent.
Ende 2025 machten rund 41.000 Personen an den 292 Pflegeschulen in Nordrhein-Westfalen eine Ausbildung zur Pflegefachkraft. Knapp die Hälfte absolvierte den praktischen Teil in einer stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtung.
Die Zahl aller Auszubildenden in der Pflege war 2025 um 8,3 Prozent höher als 2024. Bei Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsabschlüsse standen Pflegeberufe 2025 an der Spitze: 7.185 Verfahren für den Referenzberuf Pflegefachkraft wurden abgeschlossen.