Nur sechs Masernfälle in Bayern seit Jahresbeginn

Nur sechs Masernfälle in Bayern seit Jahresbeginn - (Foto: Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv))
Die Zahl der Masernfälle in Bayern ist in diesem Jahr deutlich gesunken. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention am Sonntag in München mit. Seit Jahresbeginn seien lediglich sechs Menschen an Masern erkrankt, im gleichen Vorjahreszeitraum habe es 40 Infektionen gegeben.
2025 wurden insgesamt 43 Fälle gemeldet, 2024 waren es 69. Gesundheitsministerin Judith Gerlach wertete die Entwicklung als Erfolg der Impfaufklärung. "Diese guten Zahlen sind keine Selbstverständlichkeit", sagte sie. In den USA seien die Fallzahlen dagegen stark angestiegen: Bis zum 30. Juli seien dort mehr als 2.300 Fälle bestätigt worden, der höchste Stand seit mehr als 30 Jahren. Auch die Impfquoten entwickeln sich laut Ministerium positiv. Bei Zweijährigen liege die Quote für die erste Masernimpfung bei rund 93 Prozent, für die zweite bei etwa 78 Prozent. Deutlich besser seien die Werte bei der Schuleingangsuntersuchung: Im Jahrgang 2024/25 hatten 99,6 Prozent der untersuchten Kinder die erste und 97,2 Prozent die zweite Impfung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die erste Impfung im Alter von elf Monaten, die zweite mit 15 Monaten. Erwachsenen nach 1970 mit unklarem Impfstatus rät sie zu einer einmaligen Impfung.

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