Das entspricht einem Anteil von 22,35 Prozent an den geplanten Gesamtausgaben des Landes und einem Anstieg um über 23,5 Prozent seit 2022. Hinzu kommt die Schul- und Bildungspauschale von rund 913 Millionen Euro, 2022 waren es 748 Millionen Euro. Damit unterstützt das Land die Schulträger beim Bauen, Sanieren, Modernisieren und Ausstatten von Schulen. Über 1.300 zusätzliche Stellen sieht der Haushaltsentwurf 2027 vor, davon fast 350 für Inklusion und Gemeinsames Lernen sowie rund 450 für die Offenen Ganztagsschulen (OGS).
Für weitere 47.000 OGS-Plätze stellt die Landesregierung 81,2 Millionen Euro bereit, sodass die Kommunen im Schuljahr 2027/28 landesweit 547.500 OGS-Plätze einrichten können. Jeder von den Kommunen beantragte zusätzliche Platz wird vom Land gefördert.
Da die Fördersätze des Landes jedes Jahr um drei Prozent steigen, belaufen sich die OGS-Mittel auf insgesamt über 1,08 Milliarden Euro. Das ist ein Aufwuchs um 434,6 Millionen Euro seit 2022 und ein Anstieg um 67 Prozent im selben Zeitraum. Für die Förderung der Basiskompetenzen stellt das Schulministerium erneut fast 15 Millionen Euro bereit.
Damit werden unter anderem das digitale Lesediagnostiktool für die Jahrgangsstufen 1-6 und das Screening zur Sprachstandsfeststellung finanziert. Zudem erhöht das Land die Mittel für Gedenkstättenfahrten um 500.000 Euro auf mehr als 2,5 Millionen Euro. Ministerin Feller sagte: "Wir halten Kurs und investieren weiterhin in die wichtigste Ressource unseres Landes: Bildung. Allein für unsere Offenen Ganztagsschulen wollen wir mit dem nächsten Haushalt erstmals über eine Milliarde Euro ausgeben. Außerdem haben wir erneut einen zweistelligen Millionenbetrag vorgesehen, um ganz gezielt das Lesen, Schreiben, Zuhören und Rechnen zu fördern. Und selbstverständlich tragen wir auch dem steigenden Personalbedarf an unseren Schulen Rechnung und schaffen dadurch die Voraussetzungen für guten Unterricht."
Sie dankte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und dem Kabinett dafür, dass trotz angespannter Haushaltslage nicht an der Bildung von Kindern und Jugendlichen gespart werde.
Für die ABC-Klassen ab 2028 sei das nötige Budget fest eingeplant. Insgesamt 1.650 Stellen sieht die mittelfristige Finanzplanung für die vorschulische Förderung in den ABC-Klassen sowie für die ABC Plus-Förderung in den Grundschulen vor. Zum Hintergrund: Die Landesregierung hatte kurz nach Amtsantritt beschlossen, die Besoldung von Grundschullehrern und Lehrern der Sekundarstufe I auf A 13 anzuheben.
Mehr als 900 Millionen Euro hat Nordrhein-Westfalen allein auf diesem Weg in eine bessere Bezahlung der Lehrer investiert. Seit Beginn des laufenden Schuljahres ist die Anhebung abgeschlossen.
Die Mehrausgaben für die verbesserte Bezahlung belaufen sich 2027 auf rund 28,1 Millionen Euro. Mit dem Haushaltsentwurf 2027 hat die Landesregierung zudem ein zweites Besoldungspaket für Schulleiter und Fachleiter geschnürt, das mit weiteren zehn Millionen Euro jährlich zu Buche schlägt.