Das Niedrigwasser der Flüsse setzt nach Einschätzung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) vor allem die chemische Industrie unter Druck.
Zwar würden über den Rhein häufig geringwertige Massengüter wie Kohle, Sand oder Bergbauprodukte verschifft, sagte eine Sprecherin der "Rheinischen Post". Diese spielten im deutschen Außenhandel eher eine untergeordnete Rolle. Allerdings verbinde der Rhein auch zahlreiche große Standorte der Chemischen Industrie, in denen petrochemische Vorprodukte weiterverarbeitet werden.
Daher seien Auswirkungen auf das gesamte Handelsvolumen mit chemischen Erzeugnissen zu erwarten.
Dieses habe 2025 bei 235 Milliarden Euro gelegen. Die Breite der Wirtschaft werde die Auswirkungen eher durch höhere Transportkosten und eine Preissteigerung für die inländische Produktion spüren. Dies sei eine weitere Belastung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen, so die Sprecherin.
Ohne Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz der Wasserstraßen könne die Binnenschifffahrt ihre Vorteile künftig nicht mehr ausspielen. Das schade dem Klimaschutz und der Wirtschaft gleichermaßen, so die DIHK.
Niedrigwasser setzt Chemieindustrie unter Druck
über dts Nachrichtenagentur
16. August 2026 - 08:30 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland