Niedrigste Zahl an Verkehrstoten seit 70 Jahren in Bayern

Niedrigste Zahl an Verkehrstoten seit 70 Jahren in Bayern - (Foto: Polizei (Archiv))
Im ersten Halbjahr sind in Bayern so wenige Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor 70 Jahren. Wie Innenminister Joachim Herrmann mitteilte, sank die Zahl der Verkehrstoten um 13,9 Prozent auf 205. Zugleich stieg die Zahl der Unfälle um 3,4 Prozent auf 192.366, während die Zahl der Verletzten leicht auf 29.304 zurückging. Deutlich zugenommen haben laut Herrmann die Geschwindigkeitsunfälle: Sie stiegen um 31,9 Prozent auf 7.920 Fälle, bei denen 71 Menschen starben und 3.986 verletzt wurden. Besonders auf Landstraßen sterben weiterhin die meisten Menschen: Dort kamen 135 Personen ums Leben, 7,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die Zahl der Fahrradunfälle blieb mit 9.493 nahezu unverändert, jedoch starben 40 Radfahrer, einer mehr als im Vorjahreszeitraum. Unverändert hoch ist die Zahl der Todesfälle durch nicht angelegte Sicherheitsgurte: Sie lag wie im Vorjahr bei 23. Kritisch äußerte sich Herrmann über nicht gesicherte Kinder: Ein Kind starb als Insasse ohne Sicherung, zudem gab es zwei tödliche Schulwegunfälle. Die Zahl der Alkoholunfälle sank um 12,3 Prozent auf 2.017, während Unfälle unter Drogeneinfluss um 36,8 Prozent auf 368 stark anstiegen. Die Polizei werde ihre Kontrollen fortsetzen und Verstöße konsequent ahnden, kündigte der Minister an.

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