Die Landesregierung hat die Förderung für neue E-Ladeinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen ausgeweitet. Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie in Düsseldorf teilte mit, dass das Land über das Programm "progres.nrw Emissionsarme Mobilität" zusätzlich 25 Millionen Euro für dieses und das kommende Jahr bereitstellt. Gefördert werden Ladepunkte an Mehrparteienhäusern und in Depots von Logistikunternehmen, gezielt dort, wo es keine Unterstützung durch den Bund gibt.
Die Förderung ist Teil der Ende Juli vorgestellten Zukunftsoffensive NRW; Anträge können ab sofort bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt werden.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur sagte: "Wir sehen gerade am Rhein, was die Klimakrise wirtschaftlich bedeutet: weniger Ladung, mehr Kosten, gedrosselte Produktion. Klimaschutz ist immer auch Wirtschaftsschutz." Wer in klimafreundliche Mobilität investiere, mache sich unabhängiger von Krisen. Das Land schaffe Ladeinfrastruktur dort, wo der Ausbau zusätzliche Impulse brauche, damit Mieter leichter umsteigen und Speditionen ihre Flotten auf E-Lkw umstellen könnten.
Im Einzelnen fördert das Land Ladepunkte an Mehrparteienhäusern ab zwei Wohneinheiten mit maximal fünf Stellplätzen; antragsberechtigt sind Vermieter, Mieter und kleine Wohnungseigentümergemeinschaften. Für kleine und mittlere Logistikunternehmen gibt es erneut sieben Millionen Euro in diesem Jahr; je Schnellladepunkt sind bis zu 30.000 Euro bei einer Förderquote von 30 Prozent möglich. Fortgesetzt werden außerdem Zuschüsse für Ladepunkte bei Arbeitgebern und für öffentliche Ladepunkte mit bis zu 1.500 Euro je Ladepunkt, für elektrische Kleinst- und Kleinwagen bei ambulanten sozialen Diensten und Kommunen, für Kommunen bei leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen mit maximal 8.000 Euro sowie für Umsetzungskonzepte für Ladeinfrastruktur und Fahrzeugbeschaffung.
NRW weitet Förderung für neue E-Ladeinfrastruktur aus
über dts Nachrichtenagentur
14. August 2026 - 09:40 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland