Bis zum 27. September wurden 471 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten auf dem Festgelände registriert, nach 416 im Jahr 2025 und 317 im Jahr 2024. Die Zahl der Einsätze stieg auf 936 und lag damit 12 Prozent höher als 2025 mit 833 Einsätzen.
Im Jahr 2024 waren es 901 Einsätze. Das 191. Oktoberfest läuft seit dem 19. September. Die Polizei verzeichnete bislang kein Tötungsdelikt.
Zwei Raubdelikte wurden angezeigt, nach einem im Jahr 2025 und keinem im Jahr 2024. Bei den Sexualdelikten lag die Zahl mit 32 Anzeigen nahezu auf dem Niveau der beiden Vorjahre.
Anzeigen wegen Vergewaltigung gab es nach aktuellem Stand nicht, nach drei im Jahr 2025 und zwei im Jahr 2024. Bei den Körperverletzungen wurden 135 Fälle registriert, davon 49 gefährliche Körperverletzungen und 11 mit einem Maßkrug.
Die Zahl der Widerstände und tätlichen Angriffe gegen Polizeibeamte sank auf 8, wobei 2 Beamte verletzt wurden. Bei den Eigentumsdelikten wurden 35 Taschendiebstähle registriert, nach 30 im Jahr 2025 und 16 im Jahr 2024. Die Betäubungsmittelkriminalität stieg deutlich: 122 Rauschgiftdelikte wurden angezeigt, nach 86 im Jahr 2025 und 74 im Jahr 2024.
Die Polizei nahm 307 freiheitsentziehende Maßnahmen vor, ein Anstieg um 19,5 Prozent. In 76 Fällen wurden Personen in Gewahrsam genommen.
Sicherheitsleistungen von mehr als 340.000 Euro wurden einbehalten. Im Verkehrsbereich gingen die Zahlen zurück. 213 folgenlose Trunkenheitsfahrten wurden angezeigt, nach 285 im Jahr 2025 und 164 im Jahr 2024.
Davon entfielen 135 auf E-Scooter. Zudem registrierte die Polizei 15 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss, 10 davon mit E-Scootern.
526 Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Neu im Einsatz ist das Drohnenkompetenz- und Abwehrzentrum der Bayerischen Polizei.
Bisher wurden 82 Luftfahrzeuge im Flugbeschränkungsgebiet festgestellt, darunter 74 Drohnen. Die Videoüberwachung unterstützte oder initiierte in 98 Fällen polizeiliche Einsätze. In den Wiesnberichten vom 27. September wurden unter anderem mehrere Festnahmen gemeldet.
Gegen 17:30 Uhr beobachteten Polizeibeamte auf dem Festgelände zwei Männer, die offenbar weißes Pulver konsumierten. Bei einem 50-jährigen Polen ohne festen Wohnsitz in Deutschland wurde Kokain gefunden; er wurde angezeigt und nach Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder entlassen.
Gegen 17:55 Uhr wurde ein 32-jähriger Mann aus Großbritannien festgenommen, nachdem er ein Behältnis mit weißem Pulver weggeworfen hatte. Auch hier handelte es sich nach derzeitigem Stand um Kokain. Weitere Festnahmen betrafen einen 33-jährigen Kroaten, der drei Besucherinnen vor einem Fahrgeschäft Handtaschen entwendet haben soll.
Ein Ermittlungsrichter erließ gegen ihn einen Untersuchungshaftbefehl. Ein 19-jähriger Deutscher wurde nach dem Diebstahl einer Geldbörse in einem Festzelt festgenommen, ein 34-jähriger Afghane nach sexueller Belästigung.
In zwei Fällen von unerlaubten Bildaufnahmen wurden ein 29-jähriger Italiener und ein 31-jähriger Italiener festgenommen. Die Polizei wies darauf hin, dass für alle Beschuldigten die Unschuldsvermutung gilt.