Die Bundesregierung hatte in ihrem "Entlastungspaket" vom vergangenen Freitag auch einen "Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens" vereinbart, der bis spätestens zur Jahreswende stehen soll und zumindest für die Zeit der Energiekrise gilt. Dazu soll der Bund in "regelmäßigen Gesprächen mit der Mineralölwirtschaft" eintreten, um Höchstpreise für Benzin und Diesel festzulegen.
Darin allerdings liege auch die Gefahr von Absprachen innerhalb der Branche, warnte Duso. So basiere der belgische Höchstpreis seit 1974 auf einem Vertrag zwischen Regierung und Mineralölverband. Eine Untersuchung zeige, dass ein Teil der Tankstellen den Höchstpreis nutze, um sich zu koordinieren, ohne dass er sie tatsächlich beschränke. "In einem konzentrierten Markt ist das aus wettbewerblicher Sicht genau das Falsche", sagte Duso.