Ein 73-jähriger Mann hat am 13. August im S-Bahntunnel am Bahnhof Hamburg-Harburg uriniert und dabei eine verfassungswidrige Parole gerufen. Das teilte die Bundespolizeiinspektion Hamburg mit. Der Vorfall ereignete sich gegen 16:48 Uhr, als der Mann den Tunnel bei Gleis 12 betrat.
Aufmerksame Bahnreisende beobachteten den Mann und informierten eine Streife der Bundespolizei.
Eine Videoauswertung bestätigte, dass er sich hinter die Bahnsteigabsperrung in Richtung S-Bahntunnel begeben hatte. Die Beamten trafen den 73-Jährigen vor Ort an und erläuterten ihm die Gefahren im Gleisbereich. Er gab an, dass er dort urinieren wollte.
Als die polizeiliche Maßnahme endete, rief der deutsche Staatsangehörige lautstark „Sieg Heil“. Daraufhin wurde ein Strafverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Zudem erhielt er einen Platzverweis und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unerlaubten Gleisaufenthalts wurde eröffnet. Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Landeskriminalamt 7 der Hamburger Polizei.
Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen. Der Aufenthalt im Gleisbereich sei lebensgefährlich und verboten, da Züge nicht ausweichen können und die Bremswege oft zu lang sind. Häufig gefährdeten sich Personen durch ihr Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer.
Mann uriniert im S-Bahntunnel und ruft Parole in Hamburg-Harburg
über dts Nachrichtenagentur
14. August 2026 - 09:35 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland