Der Bahnbedienstete hatte den polnischen Staatsangehörigen zuvor wegen seines aggressiven Verhaltens angesprochen. Mitarbeiter der DB Sicherheit bekamen den Vorfall mit und hielten den 43-Jährigen bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Während der polizeilichen Maßnahmen verhielt sich der Mann zunehmend aggressiv, weshalb eine weitere Streife der Bundespolizei hinzugezogen wurde.
Bei der Mitnahme zum Dienstfahrzeug leistete er erheblichen Widerstand. Auch während der anschließenden Fahrt zur Dienststelle versuchte er mehrfach, nach den eingesetzten Bundespolizisten zu treten.
Die Beamten blieben unverletzt. Auf Höhe des Haltepunkts Laim verlor der 43-Jährige im Dienstfahrzeug kurzzeitig das Bewusstsein. Die Beamten verständigten daraufhin den Rettungsdienst.
Nach einer kurzen Untersuchung durch die Rettungswagenbesatzung konnte die Fahrt zur Dienststelle fortgesetzt werden. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,56 Promille. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete für den Mittwoch die Vorführung beim Haftrichter an.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der in Deutschland wohnsitzlose Beschuldigte an die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München übergeben. Die Bundespolizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und der Beleidigung.