Natürlich könne ein Abgeordneter KI für seine Arbeit nutzen. Gut beraten sei er aber nur dann, wenn in der politischen Debatte am Ende seine eigenen Gedanken und seine eigene Sprache erkennbar blieben. Rein KI-generierten Texten fehle das Persönliche, das Emotionale und die politische Zuspitzung. Sprache lebe davon, dass Haltung, Erfahrung und Emotionalität spürbar seien.
Das sei gerade für sie als Juristin entscheidend, sagte Lindholz. Wenn man sich die juristische Rechtsprechung und Rechtsfortbildung anschaue, entstünden viele Entscheidungen und Leitgedanken nicht nur durch eine Ableitung von bisherigen Fällen, sondern durch eine konsequente Weiterentwicklung, die sich am gesellschaftlichen Miteinander, Moralvorstellungen und menschlichen Erfahrungen orientiere. Der Bundestag will noch in diesem Jahr einen eigenen KI-Chatbot für Abgeordnete und die Verwaltung einführen.