"Miro macht, was ihn von vielen unterscheidet, die Dinge nicht komplizierter, als sie sind", schreibt Lahm. Klose erkenne, wer für die Ansprüche des Vereins geeignet sei und wer nicht. Zudem setze er auf einen festen Kern an Spielern, auch aus dem eigenen Nachwuchs. Damit entspreche Klose denselben Mustern, wie sie beim aktuellen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain oder auch beim FC Arsenal angewendet würden.
Gleichzeitig warnt Lahm vor einem Sonderweg in Deutschland. Viele Trainer ohne eigene Profikarriere wichen von im Fußball üblichen Erfolgsmodellen ab, weil sie "oft System und Formation ändern". Als prominentes Beispiel nennt er Julian Nagelsmann, der die Entwicklung der Nationalelf durch "viele fundamentale Veränderungen verhinderte". Ein Problem sieht Lahm auch darin, dass viele Bundesligisten den eigenen Nachwuchs vernachlässigten, "obwohl sie paradoxerweise teure Akademien unterhalten". Eine der wenigen Ausnahmen in Deutschland sei Miroslav Klose.