Er sprang damit dem Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz zur Seite, der eine solche Theorie in die Welt gesetzt hatte. Der AfD-Politiker Tobias Rausch hatte bei der Abstimmung zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt am Dienstag vier Stimmen mehr bekommen, als die AfD und das BSW im Parlament haben. Seither gibt es den Verdacht, dass einzelne CDU-Politiker bei der geheimen Wahl für Rausch gestimmt haben könnten. Merz hatte vor "voreiligen Schlussfolgerungen" gewarnt und von einer möglichen "False-Flag-Operation" gesprochen. Damit verdächtigte er Abgeordnete der SPD, der Grünen oder der Linken, Rausch gewählt zu haben, um die CDU als AfD-Unterstützer zu diskreditieren.
"Die Wahlen im Magdeburger Landtag lassen auch bei der CDU niemanden kalt", sagte Krings. Es erscheine allerdings "wenig seriös, wenn in Berlin nun manch Oberschlauer zu wissen glaubt, wer wie in geheimer Abstimmung votiert hat", so der CDU-Politiker weiter. "Wenn Ja-Stimmen aus der CDU-Fraktion gekommen sein sollten, wäre das inakzeptabel", so Krings.