Die Unternehmen schätzen die Geschäftslage mit 8,8 Punkten erneut positiv ein. Die Geschäftserwartungen hellten sich spürbar auf: von -15,0 auf 2,3 Punkte. "Kunden im In- und Ausland stocken ihre Lager weiter auf und nehmen dafür höhere Preise in Kauf", sagte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.
Getragen wird die Erholung in der Chemieindustrie von den Exporten und von Aufträgen aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Auch die höheren Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur wirken sich über die entsprechenden Vorleistungskäufe positiv aus. Der Auftragsbestand wird allerdings immer noch als sehr niedrig eingeschätzt. Angesichts des hohen Kostenniveaus bleibt die Ertragslage angespannt, trotz der Verbesserung gegenüber dem Mai 2026. Die Unternehmen planen daher weiteren Personalabbau.
"Die Erholung ist fragil, da die verbesserte preisliche Wettbewerbsfähigkeit auf temporären Faktoren, darunter Produktionsausfälle und Lieferkettenstörungen in der Golfregion, beruht. Die Standortnachteile bleiben, der Stellenabbau geht weiter", sagte Wolf.