Der Stellenabbau in Deutschland verlangsamt sich. Das zeigen die August-Daten des Beschäftigungsbarometers des Ifo-Instituts, welches die Münchner Forscher monatlich für das "Handelsblatt" berechnen.
Der Saldo zwischen positiven und negativen Meldungen der Unternehmen zum Einstellungsverhalten ist zwar noch negativ - es gibt also weiter eine Tendenz zum Abbau von Jobs. Aber: Er ist deutlich gestiegen.
Konkret erreichte das Barometer einen Wert von 94 - das ist der höchste seit Mai vergangenen Jahres.
"Die Unternehmen treten beim Stellenabbau zunehmend auf die Bremse", sagte Klaus Wohlrabe, Chefstatistiker des Ifo-Instituts, dem "Handelsblatt". Von einer Einstellungswelle könne allerdings noch keine Rede sein.
Der Wert basiert auf monatlichen Umfragen des Ifo-Instituts unter rund 9.000 Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung, Handel und Bau. Die August-Umfrage zeigt: Die konjunkturelle Stabilisierung komme langsam am Arbeitsmarkt an. Noch reiche sie aber nicht aus, um die Beschäftigung wieder wachsen zu lassen, sagte Wohlrabe.
Nachdem vor allem die Industrie in den vergangenen Jahren Arbeitsplätze abgebaut hat, schneidet im August erstmals der Handel deutlich schlechter ab. Die Bereiche Bau und Dienstleistungen sind nur minimal negativ.
Ifo-Barometer: Unternehmen bauen weniger Personal ab
über dts Nachrichtenagentur
26. August 2026 - 12:06 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland