Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat eine positive Zwischenbilanz im Asylbereich gezogen. Das teilte er am 27. August in München mit. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres ist die Zahl der neu nach Bayern gekommenen Asylbewerber demnach um rund 35 Prozent auf etwa 5.800 gesunken.
Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 liegt das Minus bei 69 Prozent. Die Zahl der Aufenthaltsbeendigungen, also freiwillige Ausreisen und Abschiebungen, erreichte 10.261 und überstieg damit die Neuzugänge deutlich.
Bei den geförderten freiwilligen Ausreisen verzeichnet das Innenministerium einen Anstieg um 32 Prozent auf 2.207. Herrmann wertete dies als Beleg dafür, dass die Beratungs- und Rückkehrangebote griffen. Der leichte Rückgang bei den Abschiebungen sei eine direkte Folge der Grenzkontrollen und Zurückweisungen, erklärte der Minister. Dadurch reisten weniger sogenannte Dublin-Fälle aus anderen EU-Staaten nach Deutschland ein.
Gleichzeitig seien die Abschiebungen in Herkunftsländer außerhalb der EU um fast 7 Prozent gestiegen. Herrmann sagte, der Trend verfestige sich. Weiterhin verließen deutlich mehr Flüchtlinge Bayern, als neue Asylbewerber hinzukämen. Der konsequente Kurs in der Migrationspolitik wirke. Zugleich bedeute die Entwicklung eine Entlastung für die Kommunen.
Herrmann meldet positive Asyl-Bilanz für Bayern
über dts Nachrichtenagentur
27. August 2026 - 12:00 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland