Die Hamburger Staatsanwaltschaften stehen vor einer gerichtlichen Woche mit mehreren aufsehenerregenden Verfahren. Wie die Pressestelle der Staatsanwaltschaften Hamburg mitteilte, verhandeln das Landgericht und die Amtsgerichte vom 7. bis 11. September unter anderem über versuchten Totschlag, Subventionsbetrug, Wohnungseinbruchsdiebstahl und sexuelle Übergriffe.
Am Montag, 7. September, beginnt vor dem Landgericht der Prozess gegen eine 26-jährige Frau. Sie soll gemeinsam mit einer unbekannten Mittäterin in Berlin und Hamburg mehrere Wohnungstüren aufgehebelt haben, um Wertgegenstände zu stehlen.
In einem Fall soll die Bewohnerin die beiden überrascht haben, in einem anderen Fall seien Schmuck, Bargeld und Münzen im Wert von rund 7.000 Euro gestohlen worden. Zwei weitere Taten sollen im Versuchsstadium geblieben sein.
Am Dienstag, 8. September, muss sich eine Buchhalterin wegen gemeinschaftlichen Subventionsbetrugs in 22 Fällen vor dem Landgericht verantworten. Sie soll 2021 für mehrere Unternehmen falsche Angaben zu Umsätzen und Betroffenheit von der Corona-Pandemie gemacht haben. Dadurch seien Corona-Hilfen von fast 1,4 Millionen Euro zu Unrecht ausgezahlt worden; die beantragte Gesamtsumme habe rund 3,1 Millionen Euro betragen. Ebenfalls am Dienstag beginnt vor der Jugendkammer des Landgerichts ein Prozess gegen vier Angeklagte im Alter von 17 bis 21 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, in der Neujahrsnacht am U-Bahnhof Lübecker Straße zwei Männer attackiert zu haben. Einer der Geschädigten erlitt ein Schädelhirntrauma und mehrere Gesichtsfrakturen.
Weitere Termine sind am Amtsgericht Hamburg-St. Georg und am Amtsgericht Hamburg-Harburg angesetzt. Die Übersicht der Pressestelle enthält nach eigenen Angaben keine abschließende Aufzählung, sondern eine Auswahl von Verfahren, die für die Berichterstattung interessant sein könnten. Für alle Angeklagten gilt bis zum rechtskräftigen Abschluss die Unschuldsvermutung.
Hamburger Justiz kündigt Prozesse um Totschlag und Corona-Hilfen an
über dts Nachrichtenagentur
04. September 2026 - 10:20 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland