In der Debatte um die Verteilung der Sommerferien-Termine unter den Bundesländern plädiert die nordrhein-westfälische Landeschefin der Bildungsgewerkschaft GEW, Ayla Celik, für Offenheit für eine neue Lösung.
"Bitte überprüft doch einfach mal ernsthaft, welche Vor- und Nachteile bundesweit einheitliche Ferien hätten. Wir haben doch nichts zu verlieren, sondern vielleicht finden wir einen besseren und gerechten Weg", sagte sie der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) in Richtung der Bildungsminister der Bundesländer.
"Man sollte die Möglichkeit für einheitliche Sommerferien zumindest mal evaluieren", führte sie weiter aus. "Und wenn man zu dem Schluss kommt, dass bei einer vollständigen Gleichschaltung die Nachteile überwiegen, dann sollte man doch zu einer größeren Vereinheitlichung kommen. Also: Man sollte innerhalb des Ferienkorridors einen möglichst großen Zeitraum finden, in dem alle gleichzeitig in den Ferien sind", so Celik.
Es gehe ihr vor allem um die Organisation des Schullebens.
"Die Bundesländer könnten die Planung zentraler Prüfungen besser abstimmen." Bei synchronem Schuljahresende gäbe es überall gleiche Lern- und Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrkräfte, argumentierte sie.
Daneben sah sie aber auch mögliche Vorteile für Familien. "Bei Schulwechseln zwischen Bundesländern hätten die Jugendlichen keinen Zeitverlust und müssten keinen Stoff nachholen", sagte die GEW-NRW-Chefin. "Familien in ganz Deutschland könnten gemeinsame Ferien besser planen."
Das nordrhein-westfälische Schulministerium signalisierte für den Vorstoß auf Anfrage der "Rheinischen Post" zunächst keine Offenheit. Ein Sprecher verwies auf die laufenden Verhandlungen auf Ebene der Bildungsministerkonferenz. "Ein bundesweit einheitlicher Ferienstart steht dabei nicht zur Diskussion", sagte er dem Blatt.
GEW NRW plädiert für bundesweit einheitliche Ferien
über dts Nachrichtenagentur
19. August 2026 - 16:45 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland