G7-Ölfreigabe: Deutschland nutzt bereits zugesagte Mengen

G7-Ölfreigabe: Deutschland nutzt bereits zugesagte Mengen - (Foto: Tanklager (Archiv))
Deutschland wird für die am Freitag vereinbarte Freigabe von Ölreserven durch die G7 vorerst keine neuen Mengen an Öl und Diesel ausschütten. Stattdessen will die Bundesregierung bereits im März zugesagte Mengen freigeben, teilte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums auf Anfrage des Pro-Newsletters Energie und Klima von Politico mit.

"Die G7 hat die IEA ersucht, eine zügige und vollständige Umsetzung der für März 2026 eingegangenen Verpflichtungen zu überwachen", schreibt die Sprecherin. "Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung bereits erfüllter Zusagen sollen die Verpflichtungen durch eine koordinierte Freigabe von 100 Millionen Barrel über die IEA umgesetzt werden." Auf Nachfrage stellte die Sprecherin klar, dass "Stand jetzt keine zusätzlichen Mengen" freigegeben würden.

Im März hatten die 32 Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur (IEA) vereinbart, 400 Millionen Barrel aus ihren Ölreserven auszuschütten. Grund waren die hohen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs. Die neu geplante Freigabe der G7-Staaten soll nun 100 Millionen Barrel Öl umfassen. Wie viele Barrel davon insgesamt schon im März versprochen waren, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar.

"Einzelheiten wie die Höhe einer eventuellen Freigabe für Deutschland und den genauen Zeitraum kann ich Ihnen derzeit noch nicht nennen", heißt es hierzu von der Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Das werde aktuell geprüft. Eine mögliche Freigabe erfolge wie üblich koordiniert durch die IEA, so die Sprecherin weiter. Das werde nun mit den einzelnen Ländern im Verbund besprochen.


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