Frankfurter Behörde lässt Niederländer im Kokainschmuggel-Verfahren ausliefern

Frankfurter Behörde lässt Niederländer im Kokainschmuggel-Verfahren ausliefern - (Foto: Polizei (Archiv))
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat am Donnerstag einen 60-jährigen niederländischen Staatsangehörigen aus den Niederlanden nach Deutschland ausliefern lassen. Das teilte die Behörde mit. Der dringend Tatverdächtige soll an international organisierter Rauschgiftkriminalität in Deutschland und in den Niederlanden beteiligt gewesen sein. Seit Februar 2025 führt die Eingreifreserve der Generalstaatsanwaltschaft gemeinsam mit der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main ein Ermittlungsverfahren.
Bereits am 9. Juni wurden Wohn- und Geschäftsräume in Deutschland und in den Niederlanden durchsucht. Drei Tatverdächtige wurden in Herborn, Amersfoort und Assen festgenommen. Sie sollen zwischen Juni 2024 und Januar 2026 Teil einer international agierenden kriminellen Organisation gewesen sein, die Kokain im Tonnenbereich aus Südamerika nach Deutschland eingeführt haben soll. Die Organisation soll bestehende Firmen in Deutschland faktisch übernommen, als Scheinfirmen genutzt und Strohpersonen als Geschäftsführer eingesetzt haben, um die Lieferungen als legalen Warenimport zu verschleiern. Der ausgelieferte Beschuldigte soll in drei Fällen als Mitglied einer Bande Beihilfe zum bandenmäßigen unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge geleistet haben. Nach Angaben der Behörde soll er in Kenntnis der illegalen Kokainlieferungen als Gesellschafter und Geschäftsführer eingesetzter Scheinfirmen fungiert haben. Er wurde noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt; dieser verkündete den Haftbefehl und ordnete Untersuchungshaft an. Die deutschen Ermittler bedankten sich bei den niederländischen Behörden für die Zusammenarbeit.

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