Besonders im Osten Deutschlands entwickeln sich demnach die Regionen immer unterschiedlicher. Zwölf der 20 Kreise mit den schwächsten Bewertungen liegen in Ostdeutschland. Während einige Regionen wie Dahme-Spreewald, Leipzig, Potsdam und Dresden wachsen, verlieren andere wie Suhl bis zu 30 Prozent ihrer Bevölkerung. Auch im Westen gibt es große Unterschiede: Das Saarland verliert weiter Bevölkerung, während Städte wie Frankfurt am Main oder Düsseldorf wachsen.
Die Studie hebt hervor, dass der Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter nicht automatisch weniger Beschäftigte bedeutet. Wirtschaftlich erfolgreiche Regionen binden den Autoren zufolge unterschiedliche Bevölkerungsgruppen besser in den Arbeitsmarkt ein. Die Wanderungsbilanz entscheide zunehmend darüber, ob eine Region wächst oder schrumpft. Metropolen und ihr Umland profitierten besonders vom Zuzug jüngerer Menschen.