Chaos bei der Bezahlkarte für Asylbewerber in Hamburg

Chaos bei der Bezahlkarte für Asylbewerber in Hamburg - (Foto: Asylbewerberunterkunft (Archiv))
Hamburg - Die Bezahlkarte für Asylbewerberleistungen kann nur in sehr beschränktem Umfang für Überweisungen und Lastschriftverfahren genutzt werden. Nun hat die Hessisch-Thüringische Landesbank ihre Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg kurzfristig aufgekündigt.

Infolgedessen erhalten alle Inhaber von Bezahlkarten eine neue IBAN. Über die Notwendigkeit, ihre IBAN bei Lastschriften zu ändern, wurden sie ausschließlich per E-Mail und mit kurzem Vorlauf informiert. Die Sozialbehörde hat in einem Schreiben an Flüchtlingsinitiativen und Beratungsstellen darauf hingewiesen, dass es bei nicht rechtzeitiger Umstellung zu Zahlungsverzug, Mahnungen und Mahngebühren durch die jeweiligen Zahlungsempfänger kommen kann. Die Behörde bittet die Initiativen, die betroffenen Leistungsberechtigten auf die Änderung hinzuweisen und sie bei Bedarf bei der Mitteilung der neuen Bankverbindung zu unterstützen. Carola Ensslen, fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft, kritisiert die Situation scharf.

Sie bezeichnet die Bezahlkarte als ein kompliziertes Verfahren, das Asylsuchende schikaniere. Ensslen fordert die Abschaffung der Bezahlkarte und schlägt vor, ein kostenloses Basiskonto für alle einzuführen, um die Probleme zu lösen.


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