Ceuta-Vorfälle: Krings verteidigt Fortsetzung der Grenzkontrollen

Ceuta-Vorfälle: Krings verteidigt Fortsetzung der Grenzkontrollen - (Foto: Spanische Exklave Ceuta (Archiv))
Unions-Fraktionsvize Günter Krings (CDU) verteidigt die Entscheidung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), angesichts der Ereignisse in Ceuta die Grenzkontrollen an den deutschen Grenzen fortzusetzen. Der "Rheinischen Post" sagte Krings: "Es ist gut und richtig, dass wir bereits heute Grenzkontrollen im Rahmen des Schengen-Regimes durchführen. Die Vorfälle machen klar, dass diese zu verlängern sind und bei Bedarf auch intensiviert werden müssen." Wer aus Spanien kommend in Deutschland Asyl beantrage, obwohl Spanien als sicherer EU-Mitgliedstaat für das Asylverfahren zuständig sei, müsse grundsätzlich an der Grenze zurückgewiesen werden, fügte er hinzu.
Genau das liege in der Logik der europäischen Verträge, die es nicht zuließen, dass man sich ein Asyl-Antrags-Land beliebig aussuche. Zugleich liege der Schlüssel zur Lösung des Problems "nicht an den europäischen Binnengrenzen, sondern an der Außengrenze Europas". Deshalb brauche es jetzt eine noch engere Zusammenarbeit mit Marokko. Dazu gehörten wirksame Rückführungsvereinbarungen, eine intensive Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Schleuserkriminalität und eine verlässliche Sicherung der Grenze zu Ceuta und Melilla. Der Ansturm von Zehntausenden Migranten auf die spanische Exklave Ceuta hatte in den vergangenen Tagen eine politische Diskussion über die Grenzsicherung ausgelöst.

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