Dafür brauche es eine neue Wirtschaftspolitik, die bestehende Schwächen" bewusst und nachhaltig" ausgleiche und die Voraussetzungen für "selbsttragendes Wachstum" schaffe. Entscheidend sei nun, "Ostdeutschlands wirtschaftliche Stärken besser zu bündeln", so der Generalsekretär weiter. Als Beispiel nannte er die Start-up-Metropole Berlin und die im Umkreis von 200 Kilometern liegenden Hochschul- und Industriestandorte Magdeburg, Halle, Leipzig und Dresden.
Diese Standorte sollten durch eine gemeinsame Raumplanung und Strukturpolitik stärker als gemeinsamer Wirtschaftsraum gedacht werden. "Dafür müssen die Länder ihr Silodenken überwinden und bei Infrastruktur und Wirtschaftsförderung enger zusammenarbeiten", forderte Steiger. Die Region verfüge über starke Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industriestandorte, schöpfe ihr gemeinsames Potenzial aber noch nicht aus.
Zugleich müssten die wirtschaftlichen Kraftzentren besser miteinander verbunden werden. "Gleichzeitig gilt es, die wirtschaftlichen Kraftzentren durch schnelle und verlässliche Verkehrsverbindungen besser zu vernetzen", so Steiger. Davon könnten gerade strukturschwächere Landesteile profitieren. Als Beispiel verwies er auf den Ballungsraum München, der in den 1970er und 1980er Jahren weit über die Stadtgrenzen hinaus zum Wachstumstreiber für Bayern geworden sei.