"Alle Akteure wollen das Gleiche: die Elektromobilität einfach, simpel und so schnell wie möglich in den Strommarkt integrieren", sagte Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller der Zeitung. Man sei in den vergangenen Tagen in einen fachlichen Diskurs gegangen und habe die Regulatorik noch einmal überarbeitet.
Die Bundesnetzagentur kommt der Autobranche in allen Kritikpunkten entgegen. Mit den Änderungen seien jetzt auch E-Autos, sprich deren Ladepunkte, "überall, wo es möglich ist, den Stromspeichern gleichgestellt", versprach der Bundesnetzagentur-Chef. So kann die sogenannte "Abgrenzungsoption" künftig auch mit einem einzelnen intelligenten Zähler genutzt werden, ohne eigene Solaranlage. Bei der vereinfachten Variante der "Pauschaloption" wurde der vorgesehene Sicherheitsabschlag - eine Pufferzone für die Befreiung von Umlagen, Netzentgelten und anderen Gebühren, gegen die sich die Industrie besonders gewehrt hatte - vom ursprünglich geplanten Faktor 0,5 auf den Faktor 0,2 gesenkt.
Jetzt sehe man die Branche aber auch "in der Pflicht, Fahrzeuge, bidirektionales Laden und Wallboxen in den Markt zu bringen und Flexibilität auch wirklich zu ermöglichen", sagte Müller dem "Handelsblatt".