Bevölkerung in NRW sinkt im ersten Halbjahr um rund 42.000 Menschen

Bevölkerung in NRW sinkt im ersten Halbjahr um rund 42.000 Menschen - (Foto: Frauen mit Kleinkindern (Archiv))
Düsseldorf - Die Einwohnerzahl Nordrhein-Westfalens ist im ersten Halbjahr 2026 um rund 42.000 Menschen gesunken. Demnach lebeten am 30. Juni 2026 17.944.273 Menschen in Nordrhein-Westfalen, teilte der Landesbetrieb IT.NRW am Dienstag mit. Im 1. Halbjahr 2026 zogen 1.686 mehr Personen aus NRW in andere Bundesländer oder ins Ausland fort als umgekehrt.

Dabei wurden – mit Ausnahme von März und April – jeden Monat Wanderungsverluste registriert. Zum Vergleich: Im 1. Halbjahr 2025 lag der Wanderungssaldo mit +18.577 noch deutlich im Plus. Für das 1. Halbjahr 2026 ermittelt das Statistische Landesamt darüber hinaus ein Geburtendefizit von 40.915 Personen.

Das bedeutet, dass mehr Menschen starben als Kinder geboren wurden. Diese Entwicklung ließ sich bereits in den Vorjahren beobachten. Bei den größten Städten Nordrhein-Westfalens gab es keine Veränderungen in der Rangfolge: Köln bleibt mit 1.023.472 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in NRW, gefolgt von Düsseldorf (619.123), Dortmund (598.267) und Essen (567.076).

Kleinste Gemeinde im Land ist weiterhin die Stadt Hallenberg mit einer Einwohnerzahl von 4.253, gefolgt von der Gemeinde Dahlem (4.427) und der Stadt Heimbach (4.438). Entgegen dem Landestrend verzeichneten 118 Gemeinden in NRW im 1. Halbjahr 2026 einen Bevölkerungszuwachs. Die größten prozentualen Anstiege gab es dabei in Vettweiß (+1,47 %), Gangelt (+0,75 %) und Ruppichteroth (+0,74 %).

Die deutlichsten Rückgänge der Bevölkerung gab es in den Gemeinden Horstmar (−14,90 %), Weeze (−3,62 %) und Borgentreich (−1,40 %).


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