Bobbert mahnte, man müsse erreichen, dass sich jeder in Deutschland wenigstens einmal im Leben mit der Organspende befasse. Alles andere sei inakzeptabel. Sein Appell: Es sei wahrscheinlicher, selbst eine Organspende zu benötigen, als selbst zum Spender zu werden.
Bislang gilt in Deutschland die Entscheidungslösung: Eine Organentnahme ist nur möglich, wenn der Verstorbene zugestimmt hat - oder Angehörige in seinem mutmaßlichen Willen entscheiden. Bei der Widerspruchslösung wäre es umgekehrt: Volljährige Menschen würden grundsätzlich als mögliche Spender gelten, sofern sie zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen haben. Über diesen grundlegenden Kurswechsel berät der Bundestag am Donnerstag zunächst in erster Lesung.