Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach dringt bei der Bundesregierung auf eine rasche Entlastung der Krankenhäuser durch den Abbau von Bürokratie. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention am Mittwoch in München mit.
Gerlach setze sich beim neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann dafür ein, dass das angekündigte Entbürokratisierungsgesetz schnell komme, hieß es. „Wir brauchen massive Erleichterungen bei den bürokratischen Anforderungen und personellen Vorgaben in den Kliniken“, wird die Ministerin zitiert. Denn ausufernde Bürokratie binde wertvolle Zeit und Ressourcen, die bei der Versorgung der Patienten dringend gebraucht würden.
Wichtig sei auch eine Entlastung des Pflege- und Ärztepersonals.
Die bisherige Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte einen konkreten Gesetzentwurf zur Entbürokratisierung noch für diesen August in Aussicht gestellt, mit Entlastungen in hoher dreistelliger Millionenhöhe. Die Erwartungshaltung der Krankenhäuser an eine zeitnahe Umsetzung sei entsprechend hoch. Gerlach betonte, die Kliniken stünden sowohl durch die Krankenhausreform als auch durch die Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung unter großem Druck. Sie zeigte sich erfreut, dass durch das Drängen Bayerns und anderer Länder noch spürbare Nachbesserungen erreicht werden konnten, betonte aber: „Das war ein wichtiger Erfolg, der aber nicht ausreicht.“
Bayerns Gesundheitsministerin fordert raschen Bürokratie-Abbau für Krankenhäuser
über dts Nachrichtenagentur
12. August 2026 - 09:35 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland