Der Beschluss richtet sich zugleich gegen eine Bedarfswehrpflicht und gegen eine Rückkehr zum verpflichtenden Militärdienst. Der Landesvorsitzende Ronny Kupke sagte, wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst verweigere, dürfe nicht gegen seinen Willen zu einer militärischen Eignungsfeststellung gezwungen werden. Das BSW Sachsen fordert, dass bereits ein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung von der Musterungspflicht befreit.
Derzeit müssen auch diejenigen zur Musterung erscheinen, die den Kriegsdienst verweigern wollen. Der Parteitag beschloss zudem praktische Hilfe. Der Landesvorstand soll gemeinsam mit dem JSW Sachsen Informationsangebote, Unterstützung bei Anträgen und Kontakte für juristische Beratung aufbauen.
Der Co-Landesvorsitzende Jörg Scheibe sagte, das BSW beziehe klar Stellung und sorge dafür, dass junge Menschen mit ihren Fragen nicht allein blieben. Sabine Zimmermann, frühere Landes- und Fraktionsvorsitzende, mahnte auf dem Parteitag, das BSW müsse lauter und sichtbarer werden. Der Landesverband sieht dafür eine wachsende Grundlage: Nach seiner eigenen Auswertung erzielten seine Kommunikationskanäle zuletzt zusammen mehr als eine Million Kontakte pro Monat.
In den vergangenen sechs Monaten habe das BSW deutlich an Sichtbarkeit gewonnen, erklärten Kupke und Scheibe. Jetzt komme es darauf an, diese Aufmerksamkeit in konkrete politische Arbeit zu übersetzen. Die Bundesspitze mit Amira Mohamed Ali, Christian Leye und Oliver Ruhnert sowie Claudia Wittig aus Sachsen-Anhalt bedankte sich beim sächsischen Landesverband für Wahlkampfhilfe.