Auftakt im Prozess um versuchten Totschlag in Bremen

Auftakt im Prozess um versuchten Totschlag in Bremen - (Foto: Justicia (Archiv))
Am Landgericht Bremen beginnt am 2. September der Prozess gegen einen 41-Jährigen wegen versuchten Totschlags und weiterer Delikte. Das teilte das Landgericht mit. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, am 19. März in einer Wohnung in der Ahlhorner Straße einen Mann zwischen Küchentür und Wand eingeklemmt und ihm mit einem Messer in die Gesichts- und Halsregion gestochen zu haben. Der Geschädigte erlitt eine Stichverletzung mit einer arteriellen Blutung der äußeren Halsschlagader sowie eine Schädigung des Gesichtsnervs und musste im Krankenhaus notbehandelt werden.
Bereits einen Tag zuvor soll der Angeklagte im Treppenhaus eines Wohnhauses in der Hastedter Straße einen weiteren Mann im Zuge einer verbalen Auseinandersetzung mit der Faust ins Gesicht geschlagen und die Treppe hinuntergestoßen haben. Das Opfer stolperte und prallte mit dem Oberkörper gegen das Treppengeländer; es erlitt Prellungen an Rippen und Unterarm. Danach soll der Angeklagte in das Klinikum Bremen-Ost gebracht worden sein und dort einen Mitarbeiter mehrfach mit der Faust gegen die Wange geschlagen haben. Den Ermittlern zufolge leidet der Angeklagte an einer schizoaffektiven Störung; bei den Taten soll seine Schuldfähigkeit erheblich vermindert gewesen sein. Die Hauptverhandlung beginnt am 2. September um 09:30 Uhr. Weitere Termine sind der 21. und 29. September sowie der 2., 15., 27., 29. und 30. Oktober, jeweils um 09:30 Uhr – am 29. Oktober um 10:30 Uhr.

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