Angriff auf Mitarbeiter der DB Sicherheit am Hamburger Hauptbahnhof endet mit vorläufiger Festnahme

Angriff auf Mitarbeiter der DB Sicherheit am Hamburger Hauptbahnhof endet mit vorläufiger Festnahme - (Foto: Polizei (Archiv))
Hamburg - Am Hamburger Hauptbahnhof ist es am 6. Oktober zu einem Angriff auf zwei Mitarbeiter der DB Sicherheit gekommen. Das teilte die Bundespolizeiinspektion Hamburg mit.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand soll ein 30-jähriger syrischer Staatsangehöriger gegen 9:15 Uhr zwei Mitarbeiter attackiert haben. Der Mann war zuvor bereits mehrfach von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes des Bahnhofs verwiesen worden. Als er sich erneut vor den Fahrausweisautomaten des Südstegs aufgehalten habe, soll eine 26-jährige Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes versucht haben, ihn herauszuführen.

Daraufhin soll er der Frau unvermittelt mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben. Als ein zweiter Mitarbeiter der DB Sicherheit einschritt, soll der 30-Jährige ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

Um den Angriff abzuwehren, soll der 46-jährige Mitarbeiter ein Reizstoffsprühgerät eingesetzt und in Richtung des syrischen Staatsangehörigen gesprüht haben. Die in der Nähe befindliche Quattro-Streife wurde auf die Auseinandersetzung aufmerksam und nahm den Tatverdächtigen vorläufig fest. Dabei soll der Mann massiv Widerstand geleistet haben.

Er wurde unter Hinzuziehung weiterer Beamter gefesselt und dem Bundespolizeirevier am Hamburger Hauptbahnhof zugeführt. Aufgrund des eingesetzten Reizstoffs spülten die Beamten die Augen des 30-Jährigen und forderten eine Rettungswagenbesatzung an.

Diese stellte fest, dass keine weitere Behandlung des Mannes erforderlich war. Da er sich auch im Revier nicht beruhigte, wurde er in Gewahrsam genommen.

Ein angeforderter Amtsarzt stellte die Gewahrsamsfähigkeit fest. Die Mitarbeiter der DB Sicherheit verspürten infolge des Schlages Schmerzen, lehnten jedoch eine Behandlung durch eine Rettungswagenbesatzung ab. Ein Beamter verletzte sich im Rahmen der Widerstandshandlungen leicht an den Knien, blieb jedoch dienstfähig.

Gegen den 30-Jährigen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg.


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