785 Nachbarschaftsstreitigkeiten beschäftigten 2025 die bayerischen Amtsgerichte

785 Nachbarschaftsstreitigkeiten beschäftigten 2025 die bayerischen Amtsgerichte - (Foto: Amtsgericht (Archiv))
Die bayerischen Amtsgerichte haben 2025 insgesamt 785 neue Verfahren wegen Nachbarschaftsstreitigkeiten registriert. Das teilte das Bayerische Staatsministerium der Justiz am 28. August mit. Hinzu kamen 48 Berufungsverfahren bei den Landgerichten.
Trotz der gesetzlichen Pflicht zur außergerichtlichen Streitschlichtung bei vielen Nachbarschaftskonflikten ist die Zahl der Verfahren damit erneut hoch. Nach einer repräsentativen Umfrage der Allianz Direct ist Bayern das Flächenland mit den meisten Nachbarschaftsstreits in Deutschland; fast 58 Prozent der Befragten hatten demnach schon einmal Ärger mit einem Nachbarn. Spitzenreiter in absoluten Zahlen war 2025 das Amtsgericht München mit 57 neuen Verfahren, gefolgt von Nürnberg mit 34 und Rosenheim mit 29 Verfahren. Im Gerichtsbezirk Gemünden am Main kam dagegen kein einziger Fall vor Gericht. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich empfiehlt, bei Streitigkeiten das Gespräch am Gartenzaun zu suchen. "Wenn das alles nicht mehr hilft, ist es wichtig, nicht nur die eigenen Rechte zu kennen, sondern auch die des Nachbarn zu akzeptieren", sagte Eisenreich. Das Ministerium verweist auf die Broschüren "Rund um die Gartengrenze" und "Schlichten statt prozessieren" sowie auf die Videoreihe "Recht lebensnah".

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